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Auszug aus dem Essay von Babara Vinken:
Radikal fällt die dargestellte Person aus dem Jetzt heraus. Mode funktioniert hier schon als Tigersprung in die Vergangenheit, wie Benjamin mal so schön sagte, bloß wird dabei nicht eine Vergangenheit zum Leben erweckt, sondern in ihrem Vergangensein, ihrem radikalen Unmodisch, ihrem Abgeschiedensein, schlagartig ins Gedächnis zurückgeholt. In diesen Kleidern steht die Vergangenheit nicht auf. Sie wird nicht in die Gegenwart zurückgeholt. Sie springt uns vielmehr als Vergangene an. Deswegen wirkt die Person auf dem Bild meistens radikal deplaziert, unpassend unangemessen, in absurde geometrische Entsprechungen eingepaßt. Eine Allegorie für diese eingepaßte, unpassende Unangemessenheit mögen die Kleider sein, die der Person auf dem Bild fast nie - passen und mit viel Mühe - angepaßt werden müssen. Die Figur, hat keinen Ort nirgends; ihre Zeit ist nicht das Jetzt, der gezeigte Augenblick ein unmöglicher.

abstract of the essay from Annie Goodner:
FEM!NIST hovers between the realms of fashion and performance, critique and joke. Throughout this photographic series, Catrine Val transforms herself again and again through the assistance of often cobbled-together, yet thrilling, disguises. Construction is at the forefront of this work. Construction is purposefully evident in the meticulous process of Val's transformation; furthermore, the construct, the artificial so to speak, is unraveled in each and every portrait. The palpable elements of dress, props and backdrops are dazzling to the eye, but often out of reach. The presence of the artist is something more ethereal, supported by Val's quizzical facial expressions and the emphasis on the act of creating an image and a commodity.
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